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Die Freie Trauung

  • 22. Jan. 2021
  • 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 4. Feb.

Wir sind riesige Fans von freien Trauungen — weil sie unserer Meinung nach die persönlichsten, emotionalsten und individuellsten Zeremonien überhaupt sind. Ihr wählt eure:n Lieblingsredner:in, eure Musik, eure Worte, euren Ablauf. Alles darf, nichts muss. Manche Paare verbinden die freie Trauung sogar mit der standesamtlichen Unterschrift — wenn ihr dazu Fragen habt, sagt uns einfach Bescheid.



Heiratet ihr in Hamburg oder Schleswig-Holstein? Wenn ihr euch emotionale, ungestellte Hochzeitsfotos wünscht, die sich leicht & echt anfühlen, freue ich mich auf eure Nachricht.



3 Tipps für die Wahl eures Trauortes


1. Habt ihr Schatten?

Ein schattiger Ort ist Gold wert — vor allem bei Trauungen am Nachmittag. So werden weder ihr noch eure Gäste geblendet, niemand schwitzt, alle können sich entspannen und ganz im Moment sein.


2. Habt ihr eine schöne Kulisse?

Ein weiter Ausblick, ein ruhiger Hintergrund oder ein Traubogen können eure Trauung wunderschön rahmen. Achtet dabei immer auf die Sonnenrichtung — Gegenlicht oder blendende Sonne kann die Stimmung deutlich beeinflussen.


3. Habt ihr alle Perspektiven geprüft?

Stellt euch einmal in verschiedene Blickrichtungen:

  • Wie sehen die Gäste euch?

  • Wie sieht der Einzug aus?

  • Wie wirken die Hintergründe von rechts & links?

  • Was sieht man hinter euch?

Oft reicht schon ein kleiner Positionswechsel, um Parkplätze, Straßen oder störende Elemente aus dem Bild verschwinden zu lassen — und eure Kulisse optimal zu nutzen.


Hier ist die klassische Sicht auf den Traubogen hübsch und auch der Blick auf den Weg zur Trauung sieht gut aus. Sehen wir die Trauung jedoch mit sitzenden Gästen, stellen wir fest, dass in der Ansicht vom Traubogen das Brautpaar nicht sehen und dass nach dem Einzug auch nichts hübsches mehr bei Ansicht 2 passieren wird. Blicke auf die Gäste werden von einem Parkplatz dekoriert und der Blick auf das Brautpaar wird mit Störern im Hintergrund nicht wirklich optimiert.



Die selbe Location, gleiche Platzordnung, jedoch wurde ein anderer Standort gewählt. Sowohl die Sicht auf den Traubogen, als auch auf den Einzug sehen fabelhaft aus. Und auch die Blicke auf die Gäste und das Brautpaar werden im Hintergrund nicht durch unschöne Störer beeinträchtigt. Oft ist es schwer einen Trauort im 360° Winkel sauber aufzuräumen und das muss auch nicht zwingend sein. Stellt euch nur einmal in diese 4 Perspektiven und schaut, wie der Hintergrund auf euch wirkt. Dinge die sehr nah an eurer Traunng stehen werden stärker auffallen. Dinge die weit hinten stehen, werden oft mit dem Hintergrund auf den Bildern verschwimmen.


Die richtige Uhrzeit & das richtige Licht

Gerade bei Outdoor-Trauungen ist der Zeitpunkt entscheidend. Niemand sitzt gern um 14 Uhr in der prallen Sonne. Später Nachmittag ist meist angenehmer — oder ihr sucht euch bewusst einen schattigen Platz.

Grundregel:Das schönste Licht ist, wenn die Sonne hinter euch steht. So habt ihr weiches Licht im Gesicht, keine Schatten unter den Augen — und niemand wird geblendet. .

Tipp 1: Nutzt z.B. die App Sun Surveyor Lite, um den Sonnenstand vorab zu prüfen


Tipp 2: Probiert vor Ort aus, wo ihr entspannt schauen könnt — genau so solltet ihr später stehen oder sitzen.


Tipp 3: Eine leichte Seitenansicht zum Ausblick ist oft schöner als direkt frontal.


Wenn starker Sonnenschein unvermeidbar ist, helfen:


  • kleine Sonnenschirme

  • Sonnenbrillen

  • Hüte

  • und vor allem eine clevere Sitzordnung.


Hier sind ein paar Beispiele:

Die Sonne kam von links, was aus unserer Perspektive ein Seitenlicht geschaffen hat. Die Sitzgruppe rechts (inkl. Brautpaar) hatte mit direktem Licht frontal im Gesicht zu kämpfen, während die Sitzgruppe auf der linken Seite (inkl. Sängerin und Trauredner) den entspanntesten Blick mit der Sonne im Rücken hatten.

An diesem Tag hatte man mit entspanntem Schatten gerechnet. Nur "leider" wurden wir die meiste Zeit mit strahlendem Sonnenschein gesegnet, weswegen viele Momente für Gäste und das Brautpaar so aussahen:


Bei so einer Trauung unter freiem Himmel müsste man ein paar Prioritäten setzen:

- brauchen wir dieses Layout der Sitzgruppen oder möchten wir alle in einer Sitzrichtung haben, sodass alle entspannt die Sonne im Rücken haben?

- Soll die Musikerin und der Trauredner am besten inszeniert werden und am Besten schauen können oder liegt die Priorität auf den Gästen und dem Brautpaar?


- Hier hätte man eine entspanntere Lichtsituation für das Brautpaar schaffen können, indem Musikerin und Trauredner mit den Beiden die Plätze getauscht hätten. Musikerin und Trauredner schauen sowieso viel eher nach unten, wegen der Notizen, daher würde das Licht nicht so arg stören.


- Man hätte die gesamte Trauung so platzieren können, dass alle Beteiligten nicht vom Sonnenlicht geblendet werden und man dennoch den schönen Ausblick genießen kann.

Hier befanden wir uns in der mallorcinischen Nachmittagssonne. Im Gegensatz zu Norddeutschland rechnet man hier eher weniger mit Wolken und Regen.




Der Ausblick war natürlich toll, jedoch auch schwer zu erkennen bei strahlendem Sonnenschein. Hier wären kleine Sonnenschirmchen, Sonnenhüte oder Sonnenbrillen eine tolle Alternative, um Schatten für die Gäste zu schaffen

Zum Glück war dies jedoch ein relativ bewölkter Tag, weswegen die Gäste zwischendurch mit dem Schatten ihren Blick entspannen konnten. Hätten wir hier etwas an der Trauung ändern können, hätten wir wenigstens das Brautpaar umgedreht, sodass die Beiden die Sonne im Rücken haben und perfekt ins Licht gesetzt würden.



Wer traut euch?

Ein ganz zentraler Punkt. Fragt euch:

  • Möchtet ihr Musik oder lieber reine Worte?

  • Soll eure Geschichte erzählt werden?

  • Dürfen Freund:innen eingebunden werden?

  • Mögt ihr Rituale oder eher nicht?

Es gibt unendlich viele Möglichkeiten — sucht euch jemanden, der wirklich zu euch passt.



Wenn Freunde eure Trauung halten:


Beschränkt euch auf 1–2 Personen — sonst wird die Zeremonie schnell zu lang.

  • Sprecht vorher klar ab, was ihr euch wünscht (und was nicht).

  • Wir empfehlen gern tolle Ressourcen & Kurse, wenn ihr möchtet.


- Hier ist ein wunderbarer Onlinekurs, wie man wunderschöne freie Trauungen hält



Persönliche Worte

Persönliche Worte gehören für uns fast immer zu einer freien Trauung — egal ob gesprochen von euch selbst oder durch eure:n Redner:in. Ob mit Ehegelübden, Briefen oder freien Worten: Lasst euren Gefühlen Raum. Niemand erwartet Perfektion — Emotion ist viel schöner.



Ihr möchtet das lieber privat? Kein Problem. Viele Paare sprechen ihre Worte ganz allein während der Paar-Session. Wir ziehen uns dann kurz zurück


Wenn ihr perfekt planen wollt sind hier 4 wichtige Perspektiven:


1. Der Blick auf den Ausblick: Die Blickrichtung der Gäste



2. Der Blick auf beim Einzug: Blickrichtung jeweils von/auf Braut und von/auf Bräutigam



3. Der Blick auf die Gäste: Blickrichtungen auf die sitzenden Gäste von rechts & links.



4. Der Blick auf das Brautpaar: Blickrichtung auf das sitzende Brautpaar von rechts & links


Wie sitzen/stehen wir?

Hier gibt es kein richtig oder falsch — nur das, was zu euch passt:

  • Sitzen oder stehen?

  • Euch zugewandt oder zum Ausblick?

  • Halbkreis, Reihen, U-Form, Kreis?


Wichtig:

  • Mindestens 3–4 Meter Abstand zwischen euch und den Gästen

  • Ein klarer Mittelgang für Ein- & Auszug

  • Möglichst symmetrische Aufstellung (wirkt ruhiger & harmonischer auf Bildern)


Stellt euch eure Traudeko wie einen Bilderrahmen vor — sie soll euch einrahmen, nicht leer im Raum stehen. Eure:n Redner:in kann wunderbar seitlich stehen, sodass ihr im Mittelpunkt bleibt und trotzdem alle Sichtkontakt haben.



Wir wissen, dass Symmetrie nicht für jedermann ist, jedoch ist es bei einer Freien Trauung eigentlich immer die schönste Option. Ein Beispiel:



Stellt euch einen Traubogen oder eure Traudeko wie einen Bilderrahmen vor. Wunderbar umrahmt er euch und rückt euch in eine wunderschöne Szene, die ihr euch individuell zusammengestellt habt - Wie schade wäre es, wenn diese Kulisse nicht wirklich genutzt wird, sondern ihr als Brautpaar und die RednerIn sich rechts und links von der Traumitte platzieren.



Klar, so habt ihr einen direkten Blick auf die RednerIn, jedoch können euch viele Gäste nicht so gut sehen, und euer so liebevoll gestalteter Traurahmen hat ein leeres Motiv. Im schlimmsten Fall sitzt ihr stattdessen euren Gästen direkt auf dem Schoß und habt einen Lautsprecher im Rücken.



Eure TraurednerIn kann genauso an der Seite Stehen, sodass ihr und eure Gäste sie sehen können. Und ihr könnt euren wohlverdienten Traurahmen um euch haben.


Lasst euch feiern

Der Auszug aus der Trauung ist perfekt für einen emotionalen, fröhlichen Abschluss. Lasst euch mit Blüten, Kräutern, Blättern oder Seifenblasen bewerfen (bitte kein Reis oder künstliches Konfetti) — und gönnt euch ruhig einen gloriosen Kuss in der Mitte des Gangs.

Je mehr, desto besser — lasst es krachen, genießt den Moment und feiert euch ordentlich.














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